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Existenzanalyse

Existenzanalyse in Psychotherapie und Beratung

In der existenzanalytischen Psychotherapie mit ihrer phänomenologischen Vorgehensweise geht es darum, ein eigenes Bewusstsein, eine eigene Atmosphäre des sich Wahrnehmens und Verstehens zu schaffen, um das Wesentliche, also das, was den Menschen ausmacht, was ihn wirklich bewegt, zu erfassen. Dies ist kein rein kognitiver Vorgang, sondern bedarf eines Erspürens und tiefergehenden Verstehens, das durch ein Sich-ganz-Einlassen auf eine personale Begegnung im Hier-und-Jetzt ermöglicht wird.

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Existenz

Unter Existenz, wird ein „sinnvolles, in Freiheit und Verantwortung gestaltetes Leben verstanden, das der Mensch als das seinige erlebt und worin er sich als Mitgestalter versteht“. Erst im Existenzvollzug wird der Mensch und sein Wesen sichtbar. Denn Menschsein ist dadurch charakterisiert, dass wir aufgrund unserer Freiheit stets (bewusst oder unbewusst, spontan oder geplant etc.) entscheiden müssen. Durch das in Freiheit und Verantwortung gestaltete Handeln vollzieht der Mensch seine Existenz. Voraussetzungen für einen gelungenen Existenzvollzug (der nicht nur von unbewussten Kräften „getrieben“, sondern auch von individuellen Werten „gezogen“ wird) sind die personal-existenziellen Grundmotivationen 

Die 4 Grundmotivationen menschlichen Daseins

-    1. Grundmotivation: Dasein-Können – Weltbezug

     (habe ich genug Raum, Schutz und Halt in meinem Leben)


-    2. Grundmotivation: Leben-Mögen – Lebensbezug 

     (fühle ich Nähe/Zuwendung, Zeit und Beziehungen im Leben)


-    3. Grundmotivation: Selbstsein-Dürfen – Selbstbezug

     (erlebe ich Wertschätzung, Respekt und Gerechtigkeit im Leben)

 
-    4. Grundmotivation: Sinnvolles-Wollen – Sinnbezug. 

     (gibt es ein Tätigkeitsfeld, Werte und Sinn in meinem Leben)

Existenzanalyse

In der existenzanalytischen Psychotherapie mit ihrer phänomenologischen Vorgehensweise geht es darum, ein eigenes Bewusstsein, eine eigene Atmosphäre des sich Wahrnehmens und Verstehens zu schaffen, um das Wesentliche, also das, was den Menschen ausmacht, was ihn wirklich bewegt, zu erfassen.

Dies ist kein rein kognitiver Vorgang, sondern bedarf eines Erspürens und tiefergehenden Verstehens, das durch ein Sich-ganz-Einlassen auf eine personale Begegnung im Hier-und-Jetzt, in der Therapiestunde, ermöglicht wird.

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Da der Mensch nicht einfach nur da ist, sondern von Beginn seines Lebens an, auch im Austausch mit der Welt (der Andersheit) steht, hat unser Dasein eine dialogische Struktur und zwar eine doppelte dialogische Struktur. Das heißt: wir stehen im dialogischen Austausch 

  1. mit der Welt (dem „Außen“) und 

  2. im inneren Gespräch (innere Dialog) mit uns selbst. 

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Bewusste, mit sich abgestimmte innere und äußere Dialogfähigkeit ist nicht nur Ziel der Existenzanalyse, sondern stellt auch einen zentralen Wirkfaktor existenzanalytischen Psychotherapie dar.

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Der Mensch ist somit zur Antwort „gezwungen“ (auch keine Antwort ist eine Antwort). Aber WAS der Mensch antwortet, ist frei. Unfrei ist nur die Tatsache, dass der Mensch antworten muss.

So meinte schon Viktor Frankl (Begründer der Existenzanalyse und Logotherapie), dass eine der letzten menschlichen Freiheit ist die Einstellung unter welchen Umständen auch immer, frei wählen und somit den eigenen Weg wählen zu können. Worauf das berühmte Zitat Frankls beruht:

 

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ â€‹â€‹â€‹â€‹

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